Internet-Seite für Anregungen (Crowdsourcing App für Münster)

Stempel: Umgesetzt!

Verfasser/in: alios
Nr. 2011 - 125, 19.4.2011, Münster gesamt - 5 Kommentare (3373x angesehen)
Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Sauberkeit in der Stadt

Kurzbeschreibung

Es soll eine (mobile) Web Anwendung von der Stadt eingerichtet werden, um Meldungen der Bürger an die Stadt zu leiten (zum Beispiel: defekte Laternenmasten oder Ampeln, Schlaglöcher, Glasscherben auf Radwegen).

Erläuterung

Durch eine solche Anwendungen könnten die Einsätze der städtischen Betriebe (Stadtwerke, Grünflächenamt und so weiter) effektiver koordiniert werden. Gegebenenfalls macht es auch Sinn, die Bürger aufzufordern mitzuhelfen und dies wiederum im System zu vermerken.

Hinweise von Redaktion

Crowdsourcing heißt übersetzt Schwarmauslagerung und steht für die Auslagerung von Aufgaben an eine große Zahl Freiwilliger über das Internet.

App steht für das englische Wort "application", das heißt Anwendung, und steht für kleine Computer-Programme, oft für Smart-Phones.


Bewertungsergebnis Internet-Abstimmung

21 Pro - 8 Neutral - 5 Kontra

In Bestenliste aufgenommen

  • über schriftliche Umfrage

Stellungnahme der Verwaltung

Auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gerade auch bei kleineren Mängeln im Stadtbild (zum Beispiel defekte Laternenmasten, Schlaglöcher, Glasscherben auf Radwegen) zu setzen, erleichtert die Arbeit vieler Ämter und Einrichtungen der Stadtverwaltung. Bislang haben bereits viele Bürgerinnen und Bürger die vorhandenen Wege zur Stadtverwaltung genutzt (persönlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail), um solche Probleme mitzuteilen. Die vorhandenen Wege um eine Internet-Anwendung zu erweitern, wird von der Stadtverwaltung unterstützt. In die gleiche Richtung geht beispielsweise auch die Stellungnahme der Verwaltung zu Vorschlag Nr. 34.

Für den Zugang und die Nutzung einer solchen Internet-Seite oder Internet-Anwendung sind drei Varianten denkbar:

  1. Ausschließlicher Zugang durch Eingabe der Adresse der Internetseite (auch für alle sogenannten Smartphones (= Mobiltelefone mit größerem Funktionsumfang) unabhängig vom Betriebssystem möglich). Es fallen keine externen Kosten an.
  2. Zusätzliche Zugangsmöglichkeit für Smartphones durch Link-App (App steht für das englische Wort ‚application’, das heißt Anwendung, und steht für kleine Computer-Programme, oft für Smartphones). Programmierungskosten schätzungsweise 2.000 bis 3.000 Euro.
  3. Vollwertige App für die meist verbreiteten Smartphone-Betriebssysteme wie iPhone und Android. Kosten für Programmierung und einmalige Lizenzkosten liegen insgesamt bei schätzungsweise maximal 10.000 Euro.

Es wird vorgeschlagen, Variante 1 zu realisieren. Vorab ist zu prüfen, ob als weitere Alternative die (kostenpflichtige) Einbindung der vorhandenen App www.maengelmelder.de in Frage kommt.

Bei Realisierung des Vorschlags 125 sollte ein „schlankes“ Verfahren zur Behandlung der eingegangenen Hinweise gewählt werden: Die Vorschläge sollten an zentraler Stelle der Stadtverwaltung eingehen. Von dort werden sie an die für die Bearbeitung zuständige Stelle weitergeleitet, der Hinweisgeber erhält eine Abgabe-Nachricht.

Der Einsatz der bei der Stadtverwaltung vorhandenen Software ‚IMSware’ für das Kundenkontaktmanagement ist zu prüfen.

Beschlussvorschlag der Verwaltung: Die Verwaltung wird beauftragt, im ersten Halbjahr 2012 eine Internetseite einzurichten, auf der Bürgerinnen und Bürger (auch) über sogenannte Smartphones kleinere Mängel (zum Beispiel defekte Laternenmasten, Schlaglöcher, Glasscherben auf Radwegen) melden können.

Entscheidung der politischen Gremien

Vorschlag wird teilweise/geändert aufgegriffen

Beschluss

Die Verwaltung wird beauftragt, im ersten Halbjahr 2012 eine Internetseite einzurichten, auf der Bürgerinnen und Bürger (auch) über sogenannte Smartphones kleinere Mängel (zum Beispiel defekte Laternenmasten, Schlaglöcher, Glasscherben auf Radwegen) melden können.

Stellungnahme der Verwaltung nach Entscheidung der politischen Gremien

Am 01.10.2012 ging der Online-Dienst "Mängelmeldung" ans Netz
(www.stadt-muenster.de/maengelmeldung). Damit ist es Bürger/innen möglich, über Computer oder Smartphone der Stadtverwaltung Hinweise zu geben, wo zur Mängelbeseitigung Maßnahmen notwendig sind.

Der Online-Dienst deckt 30 häufiger gemeldete Schadensarten ab, die im Zusammenhang mit Verkehr und Beleuchtung, auf Spielplätzen und in Grünanlagen, in der Kanalisation und an Wasserläufen auftreten können. Alle Meldungen gehen automatisch bei der jeweils zuständigen Dienststelle ein. Diese kann sich im Tiefbauamt, im Amt für Grünflächen und Umweltschutz, im Ordnungsamt, bei der Verkehrsplanung oder - in Sachen Beleuchtung - bei den Stadtwerken befinden. Wer möchte, kann seiner Online-Meldung ein Foto beifügen, um den Schaden zu verdeutlichen. Nach dem Absenden der Nachricht bekommt man per E-Mail eine automatische Bestätigung mit Hinweis zur voraussichtlichen Bearbeitungsdauer und den Kontaktdaten der Ansprechperson für das Anliegen.

Dieses Angebot wird beobachtet und weiterentwickelt. Bereits im Startmonat Oktober konnte festgestellt werden, dass das Angebot sehr gut angenommen wird. Immerhin gingen insgesamt bereits 278 Meldungen aus allen Bereichen ein.

Hinweis: Das Thema „Online-Dienst Mängelmeldung“ wird auch in den Berichten zu den Vorschlägen Nr. 34 und Nr. 132 behandelt.

(Stand: November 2012)



Kommentare

5 Kommentare

Kommentar von schuetze_49 am 19.5.2011, 15:06 Uhr

Einfach anrufen geht schneller und man braucht nicht extra einen Computer, den auch nicht jeder hat.

Kommentar von robikraus am 05.5.2011, 12:54 Uhr

Für diesen Zweck gibt es u.a. open source Software, die auch schon erfolgreich in deutschen Kommunen eingesetzt wird: * http://www.markaspot.de * http://www.fixmystreet.com * http://www.seeclickfix.com * http://www.maerker.brandenburg.de * http://www.frankfurt-gestalten.de * http://www.unortkataster.de Vgl. auch die Diskussion im Münchener Online Dialog "MOGDy": http://mogdy.liqd.net/proposal/1637-Fixmystreet_f%C3%BCr_M%C3%BCnchen

Kommentar von Vielleicht_hilfts am 04.5.2011, 19:20 Uhr

Ich habe die Nummern des Ordnungsamtes (MS 4923299)und der Stadtwerke (694-0) im Handy. Wenn ich, wie vor kurzem in Hiltrup, eine angefahrene, krumme Laterne sehe, rufe ich die Stadtwerke an, wenn ich erhebliche Mengen Müll sehe, rufe ich das Ordnungsamt an. Kann man machen, muß man aber nicht

Kommentar von gelöschter Benutzer am 27.4.2011, 07:55 Uhr

Transparenzgesetz umsetzen. Dann wissen wir als Kernarbeitsgruppe ganz genau, wo die Löcher im Haushalt entstehen. Alles was nicht wertschöpfend ist, muss weg. (Wieso hat der Geschäftsführer der Stadtwerke Münster nicht seine gesamten Bezüge auf der Homepage der Stadtwerke Münster, die einträgliche Tochter der Stadt Münster, gestellt?)

Kommentar von rike am 19.4.2011, 20:48 Uhr

Sehr gute Idee!

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