
Verfasser/in: pro_monasteria
Nr. 2012 - 363, 06.5.2012, Münster gesamt - 3 Kommentare
Schulen (Ausstattung und Bauunterhaltung, Betreuungsangebote etc.)
Kosten: Der Vorschlag spart Geld.
Den Schulen sollten mehr Mittel, die derzeit noch zentral verwaltet werden, zur Eigenbewirtschaftung übertragen werden.
Den Schulen stehen nur im sehr geringen Umfang Mittel zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung zur Verfügung.
Wenn die Schulen auch die Gelder zum Beispiel für Energieverbrauch und allgemeine Bauunterhaltung selbst bewirtschaften dürften, würden sicher mehr Einsparungen erzielt, solange eingesparte Mittel zweckgebunden in den Schulen blieben. Durch effizienteren Mitteleinsatz würde so mehr erreicht, ohne dass Mehrausgaben entstehen würden. Zusätzliche Einsparungen würden bei der Stadt entstehen (Personalkosteneinsparung im Schulamt und Amt für Gebäudemanagement).
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Die Verwaltung verfolgt das Ziel, durch eine Dezentralisierung von Mitteln die Eigenverantwortung der Schulen zu stärken und ihnen Gestaltungsspielräume zu eröffnen, soweit dies sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist. Eine Dezentralisierung erfolgt mit weitestgehend guten Ergebnissen für das Schulbudget (Verbrauchsgüter – und Materialien, Unterrichtsmaterialien, Bürobedarf, Lehrmittel und Schulbücher) bereits seit vielen Jahren. Hierfür stehen den Schulen Mittel i. H. von jährlich insgesamt 2,5 Mio € zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung, in einer Bandbreite zwischen 5.500 € und 130.00 € pro Schule. Seit 1997 werden erfolgreich Schulen auch an der Energieeinsparung beteiligt. Zurzeit nehmen 73 Schulen an dem aktuellen Projekt „Klimaschutz macht Schule" teil, der ausgeschüttete Anteil an der Einsparung beträgt 30%.
Bezogen auf den im Vorschlag angesprochenen Aspekt der Bauunterhaltung ist anzumerken, dass eine Dezentralisierung der Bauunterhaltungsmittel bei der aktuellen Haushaltslage nicht in Betracht kommt. Bei den nicht auskömmlichen im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln ist die Verausgabung der Mittel nach Prioritäten vorzunehmen, um einen optimalen und zukunftsfähigen Mitteleinsatz zu gewährleisten. Das erfordert ein standortübergreifendes Denken und Entscheiden mit der zwingenden Folge einer zentralen Mittelbewirtschaftung.
Bei der Weiterentwicklung der Dezentralisierung von Mitteln, die von den Schulen selbst bewirtschaftet werden sollen („Schulbudget"), sind vor allem folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:
Je umfangreicher Zuständigkeiten auf die Schulen verlagert werden, desto größer müssen -mit Blick auf notwendige Ansparmöglichkeiten- städtische Mittel hierfür entweder liquide (bei Überweisung auf das Schulgirokonto) oder zumindest fiktiv („Ermächtigungs- / Resteübertragung") im städtischen Haushalt gebunden werden. Mit Blick auf die Jährlichkeit des Haushalts und die Finanzsituation scheint dies nur in begrenztem Umfang möglich bzw. haushaltsrechtlich zulässig.
Beschlussvorschlag der Verwaltung:
Der Vorschlag wird in den weiteren Entscheidungsprozess eingebunden.
Vorschlag fließt in laufenden Entscheidungs-/Planungsprozess ein
Der Vorschlag wird in den weiteren Entscheidungsprozess eingebunden.
Bezogen auf den im Vorschlag angesprochenen Aspekt der Bauunterhaltung ist anzumerken, dass eine Dezentralisierung der Bauunterhaltungsmittel bei der aktuellen Haushaltslage nicht in Betracht kommt. Bei den nicht auskömmlichen im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln ist die Verausgabung der Mittel nach Prioritäten vorzunehmen, um einen optimalen und zukunftsfähigen Mitteleinsatz zu gewährleisten. Das erfordert ein standortübergreifendes Denken und Entscheiden mit der zwingenden Folge einer zentralen Mittelbewirtschaftung. Insoweit wird eine Ausweitung der Eigenbewirtschaftung für die Gebäudebewirtschaftung nicht weiter verfolgt.
Für den Bereich der Schulbudgets hat es in den letzten Jahren bereits zahlreiche Verlagerungen gegeben. Aktuell in 2013 sind die Sachkostenpauschalen für die zusätzlichen Aufwendungen der Ganztagsschulen in die Schulbudgets verlagert worden, die Einbindung der Schulbuchmittel wird - soweit von weiteren Schulen gewünscht - ebenfalls sukzessive umgesetzt. Soweit sich in den kommenden Jahren Möglichkeiten eröffnen, unter den gegebenen Rahmenbedingungen weitere Haushaltsmittel den Schulen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung zu stellen, so wird dies - wie immer wieder seit Einführung der „Flexiblen Haushaltsführung“ im Jahre 1985 geschehen - unter Einbindung der Schulen und des Ausschusses für Schule und Weiterbildung umgesetzt.
3 Kommentare
Ich kann diesen Vorschlag nur dringend befürworten. Mehr Entscheidungen an die Basis! Dort sieht und spürt man die Auswirkungen am ehesten und erkennt auch Überflüssiges.
Zumindest bei der Energieeinsparung könnten die Schulen mehr als bisher tätig werden. Das Thema sollte auch im Unterricht behandelt werden, denn die SchülerInnen von heute werden morgen die Folgen unseres zu hohen Energieverbrauchs ausbaden müssen.
Welche Fachleute (Lehrer) sitzen in den Schulen für Bauunterhaltung?
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